Mehr als Medaillen: Kreativwirtschaft bei Olympia
... oder eine Großsportveranstaltung unter der Kreativbrille betrachtet ...
Um acht Uhr morgens im Kino. Normalerweise sitzt man abends im Kino. Nicht um acht Uhr morgens. Genau das macht den Unterschied.
BREITETIEFE hat zum vierten Mal zum „Spilling The Tea“ geladen. Leokino Innsbruck, Kaffee, Croissants, drei Speaker:innen. Kein Abendprogramm. Kein Apéro. Keine Ausrede, spät zu kommen. Wer um diese Zeit auftaucht, ist dort weil er will. Das merkt man.
Die Kinosessel, das gedimmte Licht, die Leinwand – alles eigentlich für Abendunterhaltung gebaut. Hier sitzt man trotzdem. Croissant in der Hand, erster Kaffee des Tages. Noch bevor der normale Arbeitstag überhaupt begonnen hat. Es gibt Formate, die funktionieren weil sie perfekt organisiert sind. Und dann gibt es Formate, die funktionieren weil sie sich einfach anders anfühlen. Das hier ist das zweite.
Moderiert von Bettina Wenko sprachen drei Leute über das, worüber man sonst eher schweigt. Christiane Gasser vom Skiverband über ein Rebranding, das niemanden kalt gelassen hat. Hubertus Winkler über ein Projekt, das er bewusst gestoppt hat. Alexander Dresen über Führung, die sich nicht an Drehbücher hält.
Was bleibt: Fehler passieren dann, wenn man etwas wirklich versucht. Und gute Ideen entstehen selten dort, wo alles nach Plan läuft.
Vielleicht liegt es am Format. Vielleicht am Kaffee. Vielleicht daran, dass man um diese Zeit noch nicht in der Lage ist, sich zu verstellen. Die sozialen Schutzschichten sind um acht Uhr früh einfach dünner.
Kreativität entsteht oft genau dann, wenn etwas anders ist als erwartet. Anders passiert. Anders verläuft.
Ein Kino am Morgen. Ziemlich ungewohnt. Genau deshalb funktioniert es.
BREITETIEFE ist ein Kommunikations- und Technologie-Kollektiv mit Standorten in Deutschland, Österreich und Südtirol. „Spilling The Tea“ findet regelmäßig im Leokino Innsbruck statt.
... oder eine Großsportveranstaltung unter der Kreativbrille betrachtet ...
... oder eine neue Markenwelt hat eröffnet ...